Telekommunikation in NRW

Standort der Global Player
Ständig online und erreichbar sein – diesen Anspruch haben Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen, wenn sie sich für einen Telefonanbieter entscheiden. Tatsächlich ist die Gigabit-Gesellschaft längst Realität und das Internet aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir streamen Filme, Serien und Musik, versenden Fotos und Videos über Smartphones und Tablets und können binnen Sekunden mit Menschen in aller Welt in Kontakt treten. Auch für die Wirtschaft ist schnelles Internet wichtig: Wer im internationalen Vergleich mithalten oder gar vorangehen möchte, ist auf gut ausgebaute Netze angewiesen. Der Standort Nordrhein-Westfalen spielt hierbei eine zentrale Rolle in Deutschland: Der deutsche Mobilfunkmarkt wird zu fast 90 Prozent von Unternehmen abgedeckt, die hier ihren Sitz haben – allen voran die beiden Platzhirsche Deutsche Telekom und Vodafone, die von Bonn und Düsseldorf aus agieren. Hinzu kommt der Handynetz-Betreiber Telefónica. Rund 39.000 Beschäftigte zählen die Unternehmen mit vielen Millionen Kunden.

Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom hat im Geschäftsjahr 2016 ihre Finanzziele teilweise übertroffen: Der Konzernumsatz wuchs um 5,6 Prozent auf mehr als 73 Milliarden Euro. Weltweit arbeiten über 218.000 Menschen für die Telekom, alleine in Deutschland kommt der Bonner Riese auf knapp 42 Millionen Mobilfunk-Kunden sowie nahezu 20 Millionen Festnetz-Anschlüsse. Zum Konzern gehört darüber hinaus die Tochter Congstar mit mehr als vier Millionen Kunden.

Entertain
Erklärtes Ziel ist es, Ende 2018 von den 9,9 Millionen Anschlüssen in NRW rund 8,5 Millionen Stück auf Bandbreiten bis zu 100 Megabit aufgerüstet zu haben. Das alleine soll eine Versorgung von 86 Prozent bringen. Eine immer wichtigere Rolle spielt das IPTV-Angebot Entertain, das zehn Jahre nach dem Start inzwischen über drei Millionen Kunden erreicht und zuletzt mit exklusiven Sport-Inhalten von Basketball über Eishockey bis Fußball aufgewertet wurde. Künftig will man die Kunden aber auch abseits des Sports mit eigenen Produktionen locken: Einen dreistelligen Millionen-Betrag will die Telekom in Content investieren.

Vodafone
Vodafone gehört ebenfalls zu den größten Telekommunikations-Konzernen der Welt. In 26 Ländern werden eigene Mobilfunknetze betrieben, zudem unterhält man Partnernetze in 48 Nationen. Unterm Strich kommt Vodafone auf mehr als 500 Millionen Mobilfunk-Kunden. Von Düsseldorf aus betreibt das Unternehmen seine größte Landesgesellschaft – und auch hier können sich die Kennzahlen sehen lassen.

Unitymedia, NetCologne, QSC
Doch es sind längst nicht nur die klassischen Telkos, die ihren Kunden Telefon- und Internet-Dienste anbieten. Auch Kabelnetzbetreiber wie Unitymedia und NetCologne sind mittlerweile zu wichtigen Playern auf diesem Feld geworden. Unitymedia, das mit seinem Sitz in Köln nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in Baden-Württemberg und Hessen aktiv ist, zählte Ende 2016 mehr als sieben Millionen Kunden, die insgesamt fast 13 Millionen Dienste abonnierten. NetCologne verzeichnete nach jüngsten Zahlen fast 400.000 Festnetz-Kunden-Anschlüsse, davon fast eine Viertelmillion über die eigene Glasfaserinfrastruktur. Hinzu kommen 231.000 TV- sowie 14.000 Mobilfunk-Anschlüsse. Die Kölner QSC agiert indes für den Mittelstand und erwirtschaftete 2016 fast 370 Millionen Euro Umsatz.

Ericsson, Huawei, ZTE, Nokia
Hinzu kommen zahlreiche Weltkonzerne der Telekommunikationsbranche, die in Nordrhein-Westfalen eine Dependance eröffnet haben, allen voran Ericsson, das sich bereits 1955 in Düsseldorf niedergelassen hat. Auch Nokia, BlackBerry und die chinesischen Riesen Huawei und ZTE setzen auf den Standort NRW.